BASE Edge: „Wir wollten die Ersten in Deutschland sein, die dieses System einführen“

Mit Tennis hat es angefangen, nun überträgt BASE Edge das PlaySight-System auch auf andere Sportarten. Das Unternehmen, das gerade einen Venture Loan bei kapilendo venture einsammelt, sieht hierfür großes Potenzial. Geschäftsführer Rodney Rapson (r.) spricht im Interview über Expansionsmöglichkeiten und neue Märkte.

kapilendo venture: Hi Rodney. Du bist Geschäftsführer von BASE Edge. Wie kamt Ihr auf die Idee bzw. zur Analyse-Technologie PlaySight?

Rapson: Die Idee zu BASE Edge ist entstanden, als wir PlaySight in unserer eigenen Akademie eingeführt hatten. Nachdem wir kurze Zeit damit gearbeitet haben, war uns ziemlich schnell bewusst, dass dies die Zukunft des modernen Tennisunterrichts darstellt. Wir wollten die Ersten in Deutschland sein, die dieses System einführen. Nachdem wir die Technologie dann erfolgreich implementiert hatten, fragte uns der Hersteller, ob wir nicht Interesse am Vertrieb von PlaySight hätten. So ist das Ganze letztendlich entstanden.

kapilendo venture: Was ist das Geschäftsmodell von BASE Edge?

Rapson: Die BASE Edge GmbH ist der alleinige Vertreiber für PlaySight-Systeme in nahezu gesamt Westeuropa. Wir erhalten eine Provision basierend auf dem Umsatz, wobei es sich um eine Mischung aus Einmalzahlung und Lizenzgebühren handelt. Wir sind auch verantwortlich für alle Trainerausbildungen in unserer Region sowie Asien und erhalten auch Gebühren für Kunden-Workshops auf der ganzen Welt. Mit unserer Umsatzsteigerung wächst auch unsere Marktpräsenz und wir kommen unserem Ziel, 1000 Sportclubs mit PlaySight auszustatten, stetig näher. Unsere Aufgabe verstehen wir so, dass möglichst viele Vereine von dieser Technologie profitieren sollen und gleichzeitig schaffen wir einen möglichst hohen Cash-Flow.

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Das PlaySight-System funktioniert nicht nur bei Tennis, sondern kann auch auf andere Sportarten angewendet werden, wie zum Beispiel Fußball, Rugby oder Handball.

kapilendo venture: Gerade Tennis bekommt in Deutschland wieder mehr Aufmerksamkeit. Wie wollt ihr diesen Schwung nutzen?

Rapson: Je erfolgreicher unsere deutschen Profi-Spielerinnen und -Spieler sind, desto stärker rücken wir ins Rampenlicht. Wir sehen bereits jetzt eine Zunahme an Tennissportlern und es ist gerade die kommende Generation an Spielern, die wir gewinnen möchten. Diese sogenannte „Next Gen“ nutzt intensiv Smartphones sowie Soziale Netzwerke und erwartet eine solche Art von Sporterlebnis, wie es BASE Edge bietet.

kapilendo venture: Auf PlaySight setzen auch viele Stars der Tennisszene, wie Novac Djokovic oder Martina Hingis. Richtet sich das System nur an Profis?

Rapson: Nein! Das ist das Großartige an PlaySight. Es ist ein System für alle, die ihr Spiel verbessern möchten. Wenn es die Profis verwenden, so zeigt es einmal mehr, wie gut das System ist. Grundsätzlich kommt es in jeder Altersstufe und bei jeder Spielstärke zum Einsatz.

kapilendo venture: Ihr konntet bereits zahlreiche Kooperationen eingehen, wie zum Beispiel mit dem Deutschen Tennisbund. Wie schlägt BASE Edge daraus Profit?

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Tennis-Profi Dustin Brown, die aktuelle Nummer 86 der Welt, ist ebenfalls von PlaySight überzeugt.

Rapson: Wenn ein Verband wie der Deutsche Tennis Bund uns als den Partner für Videoanalysen auswählt, so ist dies ein Gütesiegel auf höchstem Niveau. Der DTB ist sehr vorsichtig und zurückhaltend bei der Wahl seiner Kooperationspartner, nur in unserem Fall haben sie sich schnell für die Zusammenarbeit entschieden, damit Talente leichter identifiziert und Spieler-Programme besser entwickelt werden können.

kapilendo venture: Lässt sich PlaySight auch auf andere Sportarten übertragen?

Rapson: Vor kurzem haben wir tatsächlich den Einsatz von PlaySight auf andere Sportarten ausgedehnt. Wir denken, dass man nicht nur im Tennis von der Videoanalyse profitiert, sondern dass das Erlernen jeder Sportart hierdurch verbessert wird. Es gibt mittlerweile viele Unternehmen, die dies anbieten, aber eben nicht mit sofortiger Rückkopplung und auch nicht in Verbindung mit  Social-Media-Plattformen. Dies ist das ultimative Tool für Trainer und zur Weiterentwicklung der Spieler.

kapilendo venture: Welches Potenzial seht Ihr für die Vermarktung von PlaySight im Tennis- und Multisportbereich? Wie groß schätzt ihr den Markt ein?

Rapson: Der Markt für den Multisportbereich ist natürlich viel größer, als für Tennis allein. Wie schon erwähnt kann PlaySight bei zahlreichen Sportarten eingesetzt werden. Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir unser Ziel von 1000 Smart-Sporteinrichtungen in den nächsten 3 bis 5 Jahren erreichen werden.

kapilendo venture: Das Team ist sehr international – wie kam es dazu, dass Ihr euch für den Standort Deutschland entschieden habt?

Rapson: Wir alle spielten College-Tennis in den USA als Stipendiaten und lernten uns hierdurch entweder als Teamkameraden oder als Spielgegner kennen. Während dieser Zeit saßen wir alle als Nicht-Einheimische im selben Boot und mussten uns durchkämpfen. Aus diesem Grund war es für Ruben und mich nach dem Umzug nach Deutschland im Jahr 2010 vergleichsweise einfach dieselben Leute aus unserer Universitätszeit für die Zusammenarbeit zu gewinnen und gemeinsam das Unternehmen BASE aufzubauen. Wir haben unseren Standort ganz bewusst in der geographischen Mitte Deutschlands und damit in der Mitte Westeuropas gewählt, um Menschen aus der ganzen Welt anzuziehen und dadurch eine hervorragende Wachstumsposition zu haben.

kapilendo venture: Welche Aktivitäten habt ihr mit dem Geld der aktuellen Venture Loan Kampagne bei kapilendo venture geplant, um BASE Edge weiter nach vorn zu bringen?

Rapson: Zunächst werden wir unsere Personaldecke steigern müssen, damit wir die enorme Arbeitslast bewältigen können. Wir wachsen derart schnell, dass wir eine Auge darauf haben müssen Kundenanfragen in der gleichen Qualität wie bisher erledigen zu können. Wir möchten auch unsere Büroflächen erweitern, um die steigende Mitarbeiterzahl unterbringen zu können. Schließlich soll das Geld in unser Marketing-Budget fließen, um den deutschen, schweizerischen und belgischen Markt stärker zu bewerben, da dies die wohlhabendsten Märkte unserer Region darstellen.

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