Crowdlending ist Geldanlage „zum Anfassen“

„Kommunikation ist alles“, so heißt es oft. Doch bei der Vermittlung von Kommunikationsinhalten hapert es häufig bei Banken und Finanzdienstleistern. Die durchschnittlichen Kunden verfügen meistens über wenige Vorkenntnisse in Finanzfragen, weshalb der „Abholung des Kunden“ eine besondere Bedeutung zukommt. Schaut man sich jedoch die Online-Auftritte klassischer Finanzdienstleister an, wimmelt es nur so vor möglichen Einstiegspunkten. Hinzu kommt, dass zahlreiche Finanzprodukte kryptische Namen tragen und in ihrer Funktionsweise schwer verständlich sind – die Produkte sind praktisch nicht „zum Anfassen“. Beim Crowdlending ist das anders.

Interesse an „einfacher“ Geldanlage ist groß

Generell ist die Beschäftigung mit Finanzthemen zwar wenig ausgeprägt – angeblich gehen die Deutschen lieber zum Zahnarzt als zum Finanzberater – doch könnte das auch an der ausgesprochen komplizierten und wenig haptischen Materie liegen. Denn dass es durchaus ein Interesse an finanziellen Anlagethemen gibt, hat gerade erst eine neue Untersuchung des Marktforschungsinstituts GfK ergeben.

Etwas überraschendes Ergebnis: Das Verbraucherinteresse an Themen rund um Geldanlage, Versicherungen, Immobilien und Altersvorsorge ist in den neuen Bundesländern etwas ausgeprägter als in den alten. Ganz oben rangieren die Sachsen-Anhalter, von denen sich fast 79 Prozent für Geldanlagen interessieren. Nur halb so viele Schleswig-Holsteiner (39,7 Prozent) können sich dagegen für das Thema begeistern – sie landen auf dem letzten Platz unter den 16 Bundesländern.

Crowdlending ist ein Finanzprodukt „zum Anfassen“

Dumm nur, dass die Mehrheit der Verbraucher offenbar mit der Art und Weise, wie Finanzinstitute mit ihnen kommunizieren, unzufrieden scheint. Auch schriftliche Erläuterungen und Infoblätter lassen die Mehrheit der Anleger oft ratlos zurück. Kein Wunder bei Bandwurmsätzen und Produkten wie Knockout-Zertifikaten, Swap-Absicherungen und Smart Beta ETFs.

Leicht zu verstehen und „zum Anfassen“ sind diese Produkte jedenfalls nicht. Dabei verfolgen wohl so ziemlich alle Sparer mit Investitionsabsicht dasselbe Ziel: Geld in verständliche Produkte anlegen – das Geld eine Weile liegen lassen – Geld plus Gewinn zurückbekommen.

So ein einfaches und „anfassbares“ Produkt ist auch das Crowdlending – die Kreditvergabe an mittelständische Unternehmen. Klingt erstmal kompliziert und gewöhnungsbedürftig, bedient aber genau den Wunsch der Sparer mit Anlageabsichten nach einfachen Finanzprodukten: Geld in den Kreditwunsch eines Unternehmens des deutschen Mittelstands investieren – das Geld für die Dauer des Kreditverleihs liegen bzw. investiert lassen – Geld plus Zinsen nach bzw. bereits während der Kreditlaufzeit zurückbekommen.

Wer also auf der Suche nach einer einfach strukturierten und zinsstarken Alternative bei der Geldanlage ist, der sollte sich einmal mit dem Thema Crowdlending auseinandersetzen.

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