Die Finanzierung durch die Crowd setzt sich immer mehr durch und hat auch vor einigen Teilnehmern von „Die Höhle der Löwen“ nicht halt gemacht: 12 DHDL-Start-ups, an die die Crowd glaubt!

MyCleaner.com

Abdula Hamed und Slawa Kister, die Gründer von
MyCleaner.com, traten in der ersten MyCleanerStaffel von „Die Höhle der Löwen“ in die Arena. Mit ihrer Online-Plattform, auf der Kunden eine umweltfreundliche, mobile Fahrzeugreinigung an ihrem Wunschort buchen können, wollten sie die Löwen überzeugen.

Judith Williams stieg mit 25.000 € für 50 % der Unternehmensanteile ein, wollte aber nur in das umweltfreundliche Reinigungsmittel investieren. Dafür sollte ein neues Unternehmen gegründet werden, um das Reinigungsmittel zu vertreiben. Von jeder verkauften Flasche sollten 2 € an Judith Williams gehen, bis die 25.000 € vollständig zurückbezahlt waren. Nach der Sendung platzte der Deal jedoch.

Noch vor Ausstrahlung der Sendung startet MyCleaner.com eine Crowdfunding-Kampagne über die Plattform seedmatch. Das Fundingziel der Kampagne waren 200.000 €. Mit einer finanzierten Summe von 199.500 € wurde die Crowdfunding-Kampagne Anfang Juli 2014 erfolgreich beendet.  Mit der finanzierten Summe sollte ein Online-Shop für den Vertrieb der Produkte angebunden, das Vertriebsteam erweitert und ein Partnerprogramm für Sub-Unternehmer als Cleaner ausgebaut werden.

Heute bietet MyCleaner.com seinen Service in 14 Städten an und reinigt monatlich etwa 5.500 Fahrzeuge.

Locca

Das österreichische Start-up aus Wien pitchte LOCCA_4cebenfalls in der ersten Staffel vor den Löwen. Das Unternehmen stellt ein kleines Ortungssystem her, das dabei helfen soll Dinge, die leicht verloren gehen, schnell wiederzufinden, z.B. Schlüssel. Es hilft aber auch dabei die Sicherheit der eigenen Kinder und Tiere zu erhöhen.

Frank Thelen, Jochen Schweizer und Vural Öger schlossen in der Sendung einen Deal mit den Gründern. Die Investoren gaben 350.000 € für 14 % der Firmenanteile. Bis zur Ausstrahlung der Sendung im August 2014 war noch kein endgültiger Deal zustande gekommen.

Über die Plattform Indiegogo suchte Locca vor zwei Jahren Unterstützung von der Crowd. Ziel war es 75.000 € zu finanzieren. Insge

samt wurden 79.575 € gesammelt.  Mit dem Geld wurde die Massenproduktion des LoccaMini angestoßen.

Meine Spielzeugkiste

Meine Spielzeugkiste verleiht in einem monatlichen Abo LOGO_MeineSpielzeugkiste
Spielzeuge, die jederzeit zurückgeschickt und gegen neue Spielsachen ausgetauscht werden können.

In der Show investierten Frank Thelen und Jochen Schweizer 200.000 € für 10 % der Firmenanteile in das Berliner Start-up. Nach der Sendung verdoppelte Frank Thelen sein Investment. Für 15 % konnten die Meine Spielzeugkiste-Gründer insgesamt 300.000 € einsammeln.

2013 hatte das Start-up bereits über die Crowdfunding-Plattform Companisto versucht Investoren zu finden. Nach der ersten erfolgreichen Kampagne hängte das Start-up noch im selben Jahr eine zweite Crowdfunding-Kampagne dran. In der ersten Runde sammelte Meine Spielzeugkiste 100.000 € und konnte diese Summe in der  zweiten Runde mehr als verdreifachen, indem insgesamt 355.300 € zusammenkamen.

Mit der Finanzierung der ersten Kampagne wurde die Qualität und die Breite des Sortiments ausgebaut. Hierfür wurden neue Partnerschaften mit den Marktführern in der Spielzeugbranche eingegangen. Zudem wurde die Kundenbetreuung ausgebaut.

Foodist

Eine monatliche Abo-Box für Gourmets, die Delikatessen FOODIST_LOGO
aus aller Welt enthält. Mit dieser Idee wagten sich die Gründer Alexander Djordjevic und Ole Schaumberg in „Die Höhle der Löwen“. Die Löwen konnten sie jedoch nicht überzeugen.

Dies tat dem Erfolg jedoch keinen Abbruch. Mit insgesamt drei erfolgreichen Crowdfunding-Kampagnen konnte Foodist insgesamt 1.470.200 € sammeln. Alleine in der letzten Kampagne investierte die Crowd 1.000.000 €.

Vor kurzem gab Foodist bekannt, dass das Medienhaus Ströer das Start-up für 3,5 Millionen Euro vollständig übernehmen würde und machte damit Schlagzeilen.

Kleiderei

Eine Bibliothek für Kleider – das ist die Geschäftsidee Die Kleiderei
hinter dem Start-up Kleiderei. Wie in einer Bücherei können die Kunden Klamotten für einen bestimmten Zeitraum ausleihen und danach einfach gegen neue austauschen.

Keiner der Löwen investierte in das Unternehmen. Also entschieden sich die Gründerinnen Pola Fendel und Thekla Wilkening 2014 dazu eine Crowdfunding-Kampagne bei  Startnext. Das Fundingziel waren 15.000 €, die mit insgesamt 15.346 € leicht übertroffen wurden.

Heute hat die Kleiderei neben dem mit der Kampagne finanzierten Online-Shop auch einen Showroom in Hamburg und Köln

KrassFit (XLETIX)

KrassFit war in der zweiten Staffel von „Die Höhle der XLETIX
Löwen“ dabei. Inzwischen hat sich das Start-up in XLETIX umbenannt. Bei der XLETIX Challenge handelt es sich um einen extremen Hindernislauf, den die Teilnehmer als  Team bewältigen sollen. Auch XLETIX bekam damals ein Investment von den Löwen.

Bevor die Gründer Matthias Ernst und Jannis Bandorski in die Höhle der Löwen gingen, sammelten sie 2014 insgesamt 266.000 € durch Crowdfinanzierung.

Mit der Finanzierung wurde der Bekanntheitsgrad gesteigert und die Internationalisierung vorangetrieben. Zudem wurde an der Entwicklung weiterer Hindernisse für den Parcours gearbeitet.

Lendstar

Lendstar ist ein soziales Finanznetzwerk, das mit einer Lendstar
App auf dem Smartphone zugänglich ist. Damit will Gründer Christopher Kampshoff die Art, wie wir Geld verleihen, verändern. Mit der App können Geld von Freunden und Familie geliehen, sowie Überweisungen in Echtzeit durchgeführt werden.

Einen Deal gab es mit Jochen Schweizer. Er investierte 250.000 € in Lendstar und bekam im Gegenzug dafür 6,14% der Firmenanteile. Inzwischen können Nutzer der Jochen Schweizer Android-App mit Lendstar bezahlen und so z.B. bei Gruppenevents oder Gruppengeschenken die Rechnung aufteilen.

Das Start-up hatte bereits 2013 eine Kampagne bei seedmatch gestartet. 200.000 € sollten so zusammen kommen. Am Ende wurde die Finanzierung erfolgreich in Höhe von 183.250 € beendet.

Seit der Finanzierung und dem Auftritt bei DHDL konnte Lendstar weitere Features einbauen. Außerdem hat das Start-up neue Investoren und Bankpartner, wie die Sparda-Bank Berlin gewinnen können.

TobyRich

Die Gründer von TobyRich haben das erste mit TobyRicheinem Smartphone gesteuerte Flugzeug entwickelt. Tobias Dazenko und Ulrich Ditschler traten mit ihrer Idee ebenfalls in der zweiten Staffel vor die Löwen.

In der Show stieg Frank Thelen mit 350.000 € in das Unternehmen ein. Die Gründer gaben dafür 15 % ihres Unternehmens ab. Bis zur Ausstrahlung der Sendung im September 2015 war jedoch noch kein endgültiger Deal ausgehandelt worden.

Noch im selben Jahr wandte sich das Start-up an die Kickstarter-Crowd. Das Fundingziel von 100.000 € wurde mit 102.003 € sogar noch etwas überschritten.

TobyRich bietet seit der Finanzierung weitere Modelle an, u.a. die kleine Drohne „Moskito“.

koawach

Durch die Verbindung von Kakao und Guarana schafft koawach
koawach eine Alternative für alle, die nicht gerne Kaffee trinken, denn Guarana macht wach, so wie Koffein.

Jochen Schweizer war der Löwe, der das Potential von koawach sah und 120.000 € investierte. Dafür bekam er 10 % der Unternehmensanteile.

2014 hatten die Gründer Daniel Duarte und Heiko Butz bereits erfolgreich Geld über die Crowd eingesammelt. Aus den geplanten 10.000 € wurden am Ende 12.539 €.

Mit dem Geld sollten Handelsbeziehungen nach Lateinamerika aufgebaut werden, um so Rohstoffe direkt aus Bauerngenossenschaften beziehen zu können.

flowkey

Jonas Gößling, Alexander Heesing und Ahmed Hassan flowkey
revolutionieren mit flowkey die Art und Weise, wie man Musikinstrumente lernt. Durch eine selbstentwickelte Feedback-Technologie kann sich jeder selbst Klavierspielen beibringen – ganz ohne einen Musiklehrer. In der Show kam jedoch kein Deal zustande.

Bereits 2014 hatten die Gründer durch eine Crowdfunding-Kampagne 300.000 € gesammelt und damit ihr Fundinglimit erreicht. Mit dem Geld sollte das Angebot auch für andere Musikinstrumente, wie Gitarre, Schlagzeug und Saxophon ausgeweitet werden.

TOWELL+

Auch in der aktuellen Staffel haben bereits einige der TOWELL+
Kandidaten Erfahrung mit Crowdfunding gemacht. Dazu gehören auch die Gründer von THINKS, einer Designagentur für Produkt-, Grafik- und Webdesign. Bei DHDL haben sie das TOWELL+ vorgestellt, ein Sporthandtuch, das vor allem für Fitnessstudiogänger ausgelegt ist.

Die Löwen waren begeistert. Frank Thelen lobte die Gründer Lennart Rieper, Florian Goecke und Paul Dudda für ihren „fast perfekten Pitch“. Am Ende waren es Ralf Dümmel und Judith Williams, die 250.000 € für 20 % der Firmenanteile investierten.

Das Start-up hatte 2015 zwei erfolgreiche Crowdfunding-Kampagnen bei Kickstarter durchgeführt. Mit der ersten Kampagnen konnten 18.033 € gesammelt werden, bei der zweiten Runde waren es 33.417 €.

Momentan läuft eine weitere Crowdfunding-Kampagne bei Kickstarter. Diesmal jedoch nicht für das TOWELL+, sondern für ihr neustes Produkt INTWO, eine sportliche Uhr. Fundingziel sind 10.000 €. Die Crowd hat bereits 25.000 € finanziert. Die Kampagne endet in 30 Tagen.

SugarShape

SugarShape ist ein Online-Shop für passgenaue SugarShape
Unterwäsche nach Maß. Gegründet wurde
das Start-up von den beiden Schwestern Sabrina Schönborn und Laura Gollers.

Die Höhle der Löwen verließen die Gründerinnen mit einem Deal mit Frank Thelen und Judith Williams. 500.000 € wollten sie investieren für 20 % der Unternehmensanteile. Nach der Sendung platzte der Deal jedoch.

Um ihre erste Kollektion, sowie den Aufbau des Online-Shops zu finanzieren hoffte auch SugarShape 2012 auf die Unterstützung der Crowd. Ihr Ziel einer Finanzierung in Höhe von 100.000 € wurde erreicht.

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