Fachkräftemangel im Mittelstand: Erhöhen Sie Ihre Sichtbarkeit

Ein Auszug aus einem Frage-Antwort-Spiel für Mittelständler zum Thema Fachkräftemangel:

Online-Präsenz? – Besteht im Höchstfall aus einer statischen Website. – Nutzen der sozialen Medien? – Der vorletzte Praktikant hat vor drei Jahren mal ein Facebook-Profil angelegt und vier Beiträge innerhalb von zwei Tagen gepostet. Seitdem ist Ebbe. Außerdem hat der Praktikant das Passwort mitgenommen. – YouTube als Werbe-Channel? – Wer ist YouTube?

So oder so ähnlich dürften – ehrlicherweise – die Antworten vieler Mittelständler zum Thema „Online-Kanäle zur Ansprache von Personal“ ausfallen. – Sie verspüren gerade Trotz beim Lesen dieser Zeilen? Und Sie denken: „Was soll das (m)einer Metallbaufirma aus Hintertupfingen bringen? Früher ging es doch schließlich auch ohne.“ – Das mag sein. Doch heute ist nicht früher.

Mittelstand agiert bei der Mitarbeitersuche häufig „unsichtbar“

So wird der Fachkräftemangel zwar von mittelständischen Unternehmen häufig lautstark beklagt, doch schöpfen sie selten die zur Verfügung stehenden Rekrutierungsmöglichkeiten voll aus. Während sich Großkonzerne in der Regel aus einem riesigen Pool an Bewerbern die besten Kandidaten herauspicken können, wundern sich kleine und mittlere Unternehmen über die totale Flaute an Bewerbungseingängen. Allerdings liegt das Ausbleiben von Anschreiben geeigneter Azubis bzw. Fachkräften nicht selten an einer mangelhaften Sichtbarkeit der Mittelständler.

Konzerne aus der Automobil- oder Lebensmittelbranche besitzen bereits eine so hohe Marktpräsenz, dass sie viele Stellen überhaupt nicht explizit ausschreiben müssen. Allein ihr hoher Bekanntheitsgrad sorgt dafür, dass sie ihren Arbeitskräftebedarf häufig aus Initiativbewerbungen decken können. Trotzdem beschäftigen große Unternehmen eigene Abteilungen, um die Online-Sichtbarkeit hoch zu halten. So werden in Zusammenarbeit mit Werbeagenturen Video-Clips für YouTube produziert und angestellte Content-Manager pflegen Social-Media-Profile und treten in direkte Kommunikation mit Endkunden oder eben auch potentiellen Bewerbern.

Viel Gedöns im Netz, doch etwas Kreativität darf sein

Das halten Sie für Humbug, den keiner braucht? Ist es häufig auch, keine Frage. Aber wenn Sie sich an die famosen Werbevideos von Edeka erinnern („Supergeil“, liefen zuerst auf YouTube) oder sich die launige „Weilwirdichlieben“-Kampagne der Berliner Verkehrsbetriebe BVG auf Facebook, Instagram, Twitter oder auch am „fahrenden Objekt“ (Bus, U-Bahn) vor Ort anschauen, dann sehen Sie, was gutes Content Management leisten kann.

Letztendlich wirkt sich diese Kampagnenarbeit auf die Sympathiewerte der betreffenden Unternehmen ausgesprochen positiv aus. Und wer will nicht lieber für einen sympathischen Arbeitgeber morgens aufstehen anstatt für eine übel beleumundete Firma ohne Strahlkraft?

Natürlich kann nicht jedes kleine oder mittlere Unternehmen sich solche aufwändigen Kampagnen leisten, aber darum geht es nicht. Nur wenige Kleinbetriebe legen soviel Talent an den Tag wie die bayrische Metzgerei, die mit ein wenig Photoshop und einer Social-Media-Kampagne ihre Probleme bei der Mitarbeitersuche gelöst hat. Die anhaltende Aktualisierung ihrer Profilseiten mit humorvollen Posts sorgt dafür, dass die Metzgerei auch bei ihren Kunden ständig präsent bleibt und zu einem baldigen Einkaufsbesuch animiert.

Kommunikation heißt: Zeigen, dass man als Unternehmen noch existiert

Wer das als Unternehmer oder Unternehmerin selbst nicht leisten kann oder möchte, sei es, weil das eigene Produkt weniger Anlass für ständige Update-Meldungen bietet oder eine strukturkonservative Branche ein Höchstmaß an Seriosität verlangt, kann diese Art der Kommunikation auch „tradtioneller“ im Rahmen der sozialen Medien betreiben. Ihr Produkt wird an einem neuen Standort verkauft? – Nutzen Sie das als vertriebliche Meldung, die zeigt: In unserer Firma läuft es. – Sie nehmen eine neue Produktionsanlage in Betrieb, feiern Ihr Betriebsfest oder begrüßen neue Mitarbeiter im Team? – Verkünden Sie eine News-Meldung, die zeigt: Wir expandieren, wir kümmern uns um ein gutes Betriebsklima und wir stellen ein.

Erweitern Sie Ihre Kommunikationskanäle – Sonst hört und sieht Sie niemand

Der Punkt, um den es geht ist: Die Fachkräfte von morgen kommunizieren heute über andere Plattformen und auf andere Art und Weise als früher. Auch wenn der perfekte Mitarbeiter in spe nur zwei Kilometer entfernt im Nachbarort lebt, heißt das nicht, dass er Ihre Unternehmensanzeige in der Lokalzeitung liest oder Ihr „Tag-der-offenen-Tür“-Angebot im Radio hört. Doch er oder sie wird mit hoher Wahrscheinlichkeit mehrmals am Tag ein Smartphone in die Hand nehmen und im Internet unterwegs sein – und genau dort muss Ihr Unternehmen mit einer ansprechenden Präsenz auftauchen!

Dafür bedarf es nicht zwangsläufig einer aufwändig programmierten mobilen Website, auch wenn das derzeit dem Optimum entsprechen würde. Auch die Einbettung von kurzen Videospots auf eher statischen Online-Auftritten zur Darstellung des eigenen Unternehmens ist eine Möglichkeit. Diese Art des mobil abrufbaren Content-Marketings bietet der Kreditmarktplatz kapilendo, auf dem sich Unternehmen Kapital von Privatanlegern und damit potentiellen Kunden beschaffen können. Die dort in kurzen Unternehmensvideos vorgestellten Firmen nutzen den Multiplikatoren-Effekt zur Kundengewinnung und -bindung und bieten zugleich einen persönlichen Einblick in ihren Betrieb. Im Rahmen einer Finanzierung besteht die Möglichkeit, diese Videos entsprechend zuzuschneiden, sodass sie auch gezielt zur Mitarbeiteransprache genutzt werden können.

Ganz gleich, wozu Sie das Filmmaterial nutzen möchten, die Varianten sind so vielfältig wie die Chancen, die es bringen kann. Sie müssen das Potenzial nur nutzen, und können sich nebenbei die Kosten für Annoncen, die niemand bemerken wird, sparen.

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