Money20-20

Money 20/20 Europe – Europas größte FinTech-Messe

Die größte FinTech-Messe Europas findet auch dieses Jahr wieder in Kopenhagen statt – die Money 20/20 Europe. Zwischen dem 26. und 28. Juni 2017 versammeln sich Europas führende FinTech-Anbieter, internationale Venture Capitalists und Stars der Internet-Szene in der dänischen Hauptstadt. Es geht um Branchentrends, Networking und wie immer um das „nächste große Ding“.

FinTechs boomen – in einem Land besonders

Das breit gefächerte Vortragsspektrum dreht sich um Payment-Lösungen, die Ausbreitung und wachsende Attraktivität von Lending-Plattformen, Regulatorik-Themen bis hin zu China als dem absoluten Vorreiterland in Sachen pay, shop and live. In keinem anderen Land der Erde dürfte dieser Lebensstil so verbreitet sein wie im Reich der Mitte. Die Chinesen haben praktisch die Phase des bei uns bekannten Filialgeschäfts übersprungen und gleich in das Online-Business gewechselt.

Zum Beispiel ist die hierzulande kaum bekannte App WeChat nicht nur ein Mittel zum chatten wie Whatsapp, sondern gleichzeitig Shopping-Kanal, Bezahlmöglichkeit und Organisationsplaner in einem. Gleichzeitig ist China der Lending-Markt schlechthin, und das noch mit einigem Abstand vor den USA und Großbritannien. In keinem anderen Land der Erde wird mehr Geldvolumen über Lending-Marktplätze an Unternehmen und Privatpersonen verliehen wie in China.

Von Blockchain, PSD2 und Co.

Money 20/20 Europe
Money 20/20 Europe

Spannend wird es auch bei den Themen Weiterentwicklung der Blockchain-Technologie und einem dabei propagierten Ansatz der open source Software-Anwendungen. Das Internet der Dinge wirkt thematisch schon fast wie ein alter Hut, hält aber derzeit z.B. mit Amazons Alexa vermehrt Einzug in europäische Haushalte. Die Auswertung riesiger Datenmengen für die Kreditanalyse, steigende Anforderungen in die Cybersecurity und die neue Zahlungsdienst-Richtlinie der EU unter dem kryptischen Kürzel PSD2 sind weitere interessante Themen der FinTech-Messe Money 20/20.

Doch es wird nicht nur um Zahlen und Daten gehen, sondern natürlich auch um Design und Markenentwicklung. Um gekonnte Benutzerführung und das Erleben und Wohlbefinden innerhalb der jeweiligen FinTechs. Denn schließlich wollen die Kunden nicht nur einen schnellen Blick auf den Kontostand, sondern auch weiterführende Informationen, interessante Projekt-Updates und Service-Angebote, wie sie häufig bei großen Finanzdienstleistern nicht zu finden sind.

„Das nächste große Ding“ auf der Money 20/20

Als „nächstes großes Ding“ wird derzeit die künstliche Intelligenz (artificial intelligence) gehandelt. Auch sie darf natürlich nicht fehlen im Vortragsspektrum der techaffinen FinTech-Elite. Dabei geht es vor allem darum, wie Computersysteme in Zukunft selbstlernend Anlageentscheidungen treffen können. Als Blaupause dafür herangezogen wird meist das Google-KI-System AlphaGo. Diese selbstlernende Software schaffte es im Frühjahr 2016 zum ersten Mal, einen menschlichen Spitzenspieler im Brettspiel Go zu schlagen. Das komplizierte Strategiespiel Go galt bis dato als letzte Bastion menschlicher Intelligenz gegenüber maschineller Rechengeschwindigkeit.

Europas FinTechs erwartet aufregende Zeiten

Ein spannendes, über allem schwebendes Thema dürfte außerdem der bevorstehende Brexit und die Auswirkungen auf die Finanzmetropole London sein. Immerhin floss in der Vergangenheit der Löwenanteil der VC-Investorengelder in britische bzw. in der britischen Hauptstadt angesiedelte FinTechs. Wie sich die Folgen des „harten“ Brexit noch konkret ausgestalten werden, steht zwar noch in den Sternen, doch buhlen viele andere europäische Standorte bereits um die bisher in London ansässigen FinTechs.

Dem europäischen FinTech-Sektor stehen auf jeden Fall noch einige aufregende Zeiten bevor.

Related Posts

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.