Zum fünften Mal findet am 18. und 19. März der START Summit in St. Gallen statt –organisiert wird das Event komplett von Studenten. Die diesjährige Konferenz widmet sich dem Thema “Digitale Transformation” und möchte so Wirtschaft und Technologie verbinden. Venturate hat vorab mit Jonas Muff und Laurent Lohmann vom Organsations-Team gesprochen…

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Venturate: Der Slogan des START Summit ist ‘be where the innovation happens’. Was sagt das über das Konzept der Veranstaltung aus?

Jonas Muff: Der START Summit ist eine der bedeutendsten Konferenzen für Entrepreneurship und Technologie in Europa mit mehr als 1200 Teilnehmern. Wir schaffen eine Plattform für den Austausch für technologisches und betriebswirtschaftliches Know-How und sind der Überzeugung, dass in den Zeiten der digitalen Transformation genau diese Kombination innovative Geschäftsmodelle und unternehmerische Ansätze ermöglicht. Wir sind eine Konferenz, die sehr stark aktuelle technologische Trends thematisiert – die Blockchain Technology oder Cyber Security sind beides Themen, die unsere Welt verändern. Der START Summit ermöglicht echten Technologietransfer und sensibilisiert für die Bedeutung von Innovation durch Unternehmertum.

Venturate: Wie grenzt Ihr Euch von den Unternehmer / Startup-Veranstaltungen anderer Universitäten ab?

Laurent Lohmann: Der START Summit ist die grösste studentisch-organisierte Konferenz für Unternehmertum in Europa. Zudem sind wir das einzige Event, welches sich vermehrt inhaltlich positioniert und die Rolle der Technologie in den Vordergrund rückt. Unsere Professionalität und unsere grosszügige Event-Infrastruktur ermöglicht es uns, praktisch allen Konferenzteilnehmern ein individualisiertes Programm zu ermöglichen. Zudem bieten wir ein sehr vielfältiges Networking-Programm, unterstützt durch die eigens aufgebauten IT-Infrastruktur, so dass alle drei Hauptanspruchgruppen – Studenten, Start-ups und Investoren – zielgerichtet und effizient persönlichen Nutzen generieren werden.

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Präsident START Summit: Jonas Muff

Venturate: Welche Rollen übernehmt Ihr beide während der Organisation des diesjährigen Events? Wie lange seid Ihr jeweils schon dabei?

Laurent Lohmann: Wir beide sind seit 2014 im Team, waren schon in der Organisation des START Summit 2015 involviert und haben uns dann entschieden für den START Summit 2016 im Team zu bleiben und das an der Universität sonst übliche Austauschsemester dafür auszulassen. Wir übernehmen dementsprechend Führungsaufgaben, arbeiten aber sehr direkt operativ in den Teams mit und verstehen uns als normale Teammitglieder, die wie alle mit hohem Commitment, einer großen Liebe für das Produkt sowie einem hohen Verantwortungsbewusstsein arbeiten.

Venturate: Seit Eurer ersten Veranstaltung im Jahr 2012 seid Ihr sehr stark gewachsen. Was hat sich grundlegend verändert im Vergleich zu den vergangenen Jahren?

Jonas Muff: Wir haben die Teilnehmeranzahl stark gesteigert und gleichzeitig auch die Professionalität des Events auf strategischer und operativer Ebene sowie die Bedeutung und wirtschaftliche Wertschöpfung des Events für die Region gesteigert. Entscheidend ist wieder, dass wir uns begonnen haben, verstärkt inhaltlich zu positionieren und gewisse Industrien mit einer grösseren Tiefe betrachten. Die Größe des Events konnten wir durch ein breiteres internationales Netzwerk (Ambassadors, Partnervereine, etc.), eine hohe Qualität und einer höheren Rückendeckung durch verschiedene Anspruchsgruppen steigern.

Venturate: Erzählt doch mal ein bisschen aus dem Nähkästchen. Gibt es denn etwas, was dieses oder während der vergangenen Jahre so richtig schief gegangen ist?

Laurent Lohmann: Wir haben ganz klar Optimierungspotential beim „knowledge transfer“. Da jedes Jahr das Team zu einem entscheidend großen Teil ausgewechselt wird, gibt es allgemein einen großen Anspruch, dass Aufgaben klar weitergeführt und Kontakte kohärent weitergegeben werden. Wenn dies nicht passiert, muss jedes neue Team wieder praktisch am Anfang des Projekts neu starten. In Zusammenhang mit den vorher angesprochenen Professionalitätsansprüchen können wir uns das immer weniger erlauben. Da sehen wir noch viel Optimierungspotential und arbeiten daran, dass zukünftige Teams praktisch da weiterarbeiten können, wo das jetzige Team aufgehört hat.

Venturate: Das Organisations-Team besteht rein aus Studenten. Worin lagen in diesem Jahr Eure größten Herausforderungen und Learnings?

Jonas Muff: Es stimmt, dass unser Team nur aus Studenten besteht, welche für START global neben dem Studium arbeiten. In Zusammenhang mit den schon angesprochenen hohen Ansprüchen unserer Teilnehmer und Partner kann sich aber ein studentisches Team nicht vollkommen die Dynamik eines normalen studentischen Vereins leisten. Deshalb müssen wir, obwohl wir eine studentische NPO sind, ein hohes Mass an Professionalität im Team erhalten. Dabei ist es eine große Herausforderung, das ganze Team auf das mittlerweile unumgängliche Professionalitätsniveau einzustellen. Dies verlangt viel Commitment und Eigeninitiative. In dem Kontext waren unsere grössten Learnings: Wie kann man die persönliche und die arbeitsbezogene Ebene trennen? Wie kann man eine Kultur aufbauen, in welcher Studenten ein so hoher Professionalitätsanspruch selbstständig entwickeln? Wie kann man unternehmerisch handeln trotz notwendiger Hierarchien und organisationaler Effizienz?IMG_0066_print

Venturate: An welches Publikum richtet sich der START Summit in erster Linie?

Laurent Lohmann: Am START Summit nehmen Studenten, Startups, Investoren und Vertreter der Corporate Welt Teil. Primär muss man aber sagen, dass die Konferenz für Studenten und Early-Stage Startups ausgerichtet ist – auch in Anbetracht deren prozentual großen Vertreter unter den Teilnehmern. Wir sind eine Konferenz, wo Studenten mit einer Gründungsidee ihre ersten Einblicke in die Welt von Entrepreneurship und Innovation gewinnen können. Dazu haben sie etliche Networking-Möglichkeiten mit anwesenden Startups und Unternehmen. Studenten mit Startup Ideen haben nach eigenen Angaben an vergangenen Summit Mitgründer gefunden, andere Studenten sind nach dem Summit mit Praktika- oder gar Vollzeitstellenangeboten nach Hause gegangen. Für die anwesenden etablierten Startups und Corporates ergibt sich dadurch natürlich eine grosse Rekrutierungschance. Vor allem wenn sie auf der Suche nach verhältnismässig jungen Entrepreneurship- und Innovationsorientierten Mitarbeitern sind. Zudem findet ein echter Technologietransfer statt. Wir bringen bewusst Corporates aus allen Industrien mit Startups zusammen, die schnell arbeiten und mit ihrer oftmals überlegenen und spezifischen Technologie eine hohe Wertschöpfung für die Unternehmen schaffen.

Venturate: Ein paar Speaker stehen ja bereits fest. Wer ist Euer Stargast und wen habt ihr noch so im petto?

Laurent Lohmann: Unsere bisherigen Stargäste dieses Jahr sind Tom Müller, Propulsion Chief Technology Officer von SpaceX und Bibop Gresta, Chief Operating Officer von Hyperloop Transportation Technologies. Zudem freuen wir uns besonders auf Andreas Antonopoulos, welcher im Bereich Cryptocurrencies/Bitcoin ein absoluter Experte ist und sogar den kanadischen Senat berät. Ebenfalls viel bedeutet uns der Besuch von Jose Cordeiro, Forscher und Professor an der Singularity University, welcher unsere Positionierung als Tech-Event in einem betriebswirtschaftlichen Kontext perfekt verkörpert. Aber unser Speaker-Line-up ist generell sehr gut dieses Jahr – so auch die Panlisten des Cyber Security Panels oder auch diverse Unternehmer aus den Fokus-Bereichen FinTech, IoT und Mobility – wie beispielsweise Eric Giler. Wir haben noch einige wenige im petto – die Konferenz ist allerdings sehr bald.

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Venturate: Neben diesen beeindruckenden Speakern aus aller Welt: Welche Vorteile bietet Ihr für teilnehmende Startups und Young Professionals?

Jonas Muff: Startups haben an der Konferenz die Möglichkeit sich auf verschiedene Arten zu präsentieren. Beispielsweise leiten einige Startups einerseits selbst Workshops mit ca. 30 Teilnehmern, andererseits haben sie die Möglichkeit bei uns am Summit Stände zu buchen, bei denen sie sich frei präsentieren können und ihr Produkt vorstellen können. Neben vielen weiteren Möglichkeiten ist aber die Teilnahme am START Summiteer, der Pitching Competition am START Summit, eine der besten Möglichkeiten sich zu präsentieren. Während sich Startups dabei durch Ausscheidungsrunden kämpfen, erhalten sie ab einem gewissen Punkt nicht nur die Möglichkeit vor versammelter Teilnehmerschaft sich auf der Bühne zu präsentieren, sondern werden dabei noch von verschiedenen Experten aus industrierelevanten Bereichen unterstützt.
Wie schon angedeutet können sich Young Professionals am START Summit vom Besuch der Speeches auf Main- und Secondstage und der Partizipation in Workshops ihre ganz persönliche interdisziplinäre Erfahrung zusammenstellen. Dabei gibt es etliche Networking Möglichkeiten, die zu der einen oder anderen Zusammenarbeit führen kann, die auch über den Rahmen des zweitätigen Summits hinausgeht.

Venturate: Können unsere Leser noch an Tickets für den START Summit 2016 in St. Gallen kommen? Wenn ja, wie?

Laurent Lohmann: Natürlich kann man zu diesem Zeitpunkt immer noch Tickets buchen. Dazu findet man jegliche weiteren Informationen und das Anmeldeformular auf unserer Website www.startsummit.ch. Dabei erhalten Startups und Investoren sogar mit dem Discount-Code von Venturate „venturatexsummit“ 20% Rabatt auf ihren Ticketpreis. Sobald das Ticket dann erworben wurde, erhält man Zugang zu unserem auch auf der Website auffindbaren back-end Bereich, bei dem Studenten ihr START Summit Erlebnis personalisieren können und Startups dazu weitere Präsentationsmöglichkeiten wie zum Beispiel den Präsentationsstand buchen können.

Venturate: Herzlichen Dank an Euch Beide für das Gespräch.

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