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Sparen statt Shoppen – Sparverhalten ändert sich

Sparen und Shoppen – Wie passt das zusammen? Nein, das ist kein Beitrag über Gutscheine und Sparrabatte für den nächsten Shopping-Trip, sondern eine Idee, wie Geldsparen wieder mehr Spaß machen kann. Etwa durch das „Anlage-Shopping“ auf dem Kreditmarktplatz kapilendo. Wie das geht, wird hier erklärt.

Bittere Erkenntnis für Sparer: 70 Jahre bis zur Verdopplung des Vermögens

Vor wenigen Jahren war es noch so schön: Man trug sein Geld zur örtlichen Bank und das Sparkonto wuchs in einigen Jahren wie von selbst zu ansprechender Größe an. Reichten damals noch rund 18 Jahre, um einen festen Anlagebetrag von 5.000 Euro durch Zins (4 Prozent) und Zinseszinseffekt zu verdoppeln, braucht es dafür unter den derzeitigen Niedrigzinsbedingungen (1 Prozent) bereits 70 Jahre. Wer es nicht glaubt, kann gern einmal selbst nachrechnen, etwa hier: http://www.zinsen-berechnen.de

Kein Wunder also, dass das traditionelle Geldsparen bei den Durchschnittsdeutschen immer mehr an Attraktivität verliert. Dabei galt Sparen nach dem Prinzip Ordnung halten quasi als oberste Bürgerpflicht hierzulande.

Lieber shoppen als sparen

Wie stark sich das Bild inzwischen gewandelt hat, zeigt der aktuelle „Sparerkompass 2016“, den das Marktforschungsinstitut GfK im Auftrag der Bank of Scotland erhoben hat. Die Absicht, mehr Geld sparen zu wollen, verkündeten in der vorhergegangenen Erhebung aus dem Jahr 2015 noch zwei Drittel der Befragten. Auch wenn zwischen Absicht und tatsächlicher Ausführung Unterschiede bestanden haben mögen, so zeichnet sich im aktuellen „Sparerkompass 2016“ ein erheblicher Mentalitätswandel ab: Nur noch etwa jeder Fünfte (22 Prozent) bekundete jetzt noch die Absicht, künftig mehr zu sparen und in die Vorsorge investieren zu wollen.

Nur ein Teil der Befragten reagiert auf das niedrige Zinsniveau, indem sie auf renditeträchtigere Anlagemöglichkeiten ausweichen. Ein Großteil spart einfach weiter wie bisher, meist aus Gewohnheit oder weil sie sich beispielsweise nicht an die Börse trauen und ärgern sich über die niedrigen Zinsen. Viele andere sagen sich aber auch: Sparen bringt eh nichts, dann gebe ich das Geld lieber gleich aus.

Selbst beim Tagesgeld-Primus lohnt sich flexibles Sparen kaum noch

Für die Gruppe der Shopper und der Weiter-wie-bisher-Sparer sind die Folgen weitgehend dieselben: Sie sparen für die Zukunft faktisch nichts bzw. kaum noch etwas an. Wer sein Geld lieber gleich ausgibt, anstatt 70 Jahre auf die Verdopplung seines angelegten Geldes zu warten, handelt da eigentlich nur konsequent. Zumal der Anlagebetrag in diesem Zeitraum wahrscheinlich durch die Inflation nicht das Doppelte wert sein wird. Dumm nur, dass die Shopper bei einer möglichen Erwerbslosigkeit oder dem Renteneintritt kein Finanzpolster mehr vorrätig haben werden.

Das oben genannte Beispiel von einer Verdoppelung des Vermögens in 70 Jahren gilt dabei übrigens nur für fest angelegtes Geld. Da viele deutsche Sparer aber die Flexibilität und den schnellen Zugriff auf ihr Konto bevorzugen, packen sie ihr Geld lieber auf Tagesgeldkonten. Deren Anbieter locken zwar gern mal mit mehr als einem Prozent Zinsen für Neukunden, senken diese aber nach vier Monaten häufig auf 0,3 Prozent und weniger ab.

Selbst die ING Diba, bislang Spitzenreiter unter den Tagesgeldanbietern mit dem höchsten dauerhaften Tagesgeldzins, geht jetzt unter die 0,5 Prozent-Marke. Die ING Diba ist dabei nicht irgendeine Bank, wie die Tageszeitung DIE WELT betont: Das niederländische Geldhaus hat vor rund 15 Jahren den Deutschen das – damals lukrative – Tagesgeldsparen erst beigebracht. Mit damals 4,5 Prozent Zinsen entwickelte sich das Produkt zum Verkaufsschlager.

„Shopping-Effekt“ beim „neuen Sparen“

Eine Möglichkeit, die sich alle drei Gruppen – vom Weitersparer über den nach Alternativen Suchenden bis zum Shopping-Anhänger – einmal ansehen sollten, ist das Crowdlending. Für die vorsichtigen Anleger gibt es Zinsen anstelle der schwer kalkulierbaren Kursgewinne von Wertpapieren. Für die Renditehungrigen gibt es zudem Zinsen in Höhen, wie sie einst auch für Sparprodukte zu haben waren – und teils darüber hinaus. Und für jene, die lieber shoppen gehen als zu sparen, bietet diese Art der Geldanlage immerhin einen einzigartigen und leicht verständlichen Shopping-Charakter.

Am Ende des „Einkaufs-Prozesses“ winkt zwar keine Pauschalreise oder ein neues Paar Schuhe, dafür liegen gewissermaßen erworbene Anlageprojekte im „Einkaufswagen“. Das mag erstmal ungewöhnlich klingen, doch wer nach einiger Zeit und der Investition in mehrere Projekte einen Blick auf sein Anleger-Portfolio wirft, der wird einen ähnlichen Belohnungseffekt wie nach einer erfolgreichen Shopping-Tour verspüren.

In regelmäßigen Abständen werden Zins- und Tilgungszahlungen der einzelnen Investitionen geleistet, die in sauberer Auflistung und in einem übersichtlichen Kuchendiagramm veranschaulicht werden. Und im Feld „Ausgezahlter Zinsertrag“ können sich die Anleger über das stetige Anwachsen ihres Zinsgewinns erfreuen.

Crowdlending soll Spaß bei der Geldanlage zurückbringen

Natürlich wird es auch auf diese Weise eine gewisse Zeit dauern, bis sich das Anlagevermögen verdoppelt. Wer die ausgezahlten Zins- und Tilgungserträge gleich in andere Projekte reinvestiert, kann jedoch auf diese Weise wieder deutlich unter den 70 Jahren aus dem oben genannten Beispiel bleiben. Wer das Geld lieber ausgeben möchte, kann dies auch tun, denn durch die regelmäßigen Auszahlungen besteht eine Flexibilität, wie sie den Tagesgeldkonten schon nahe kommt, jedoch zu deutlich besseren Zinskonditionen.

Die Idee hinter dem Crowdlending-Prinzip besteht ja eben gerade darin, die Geldanlage nicht nur wieder lukrativer zu machen, sondern sie generell auch wieder mit mehr Spaß betreiben zu können. Ähnlich wie ein Einkaufstrip soll auch das Sparen für die Anleger wieder Freude machen.

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