Venturate: TechFounders ist der neue Accelerator von der UnternehmerTUM – bitte erzähle doch kurz, welche Idee hinter TechFounders steckt.
Lorenz Hartung: High-tech Startups haben im Gründungsprozess besondere Herausforderungen. Wir haben in unserer langjährigen Zusammenarbeit mit jungen Unternehmen mit einem starken Technologiefokus immer wieder gesehen, dass sie neben dem Aufbau eines Teams und der Finanzierung des Unternehmens vor allem große Probleme haben Entwicklungspartner und erste Pilotkunden zu gewinnen und so den Markteintritt zu schaffen. Die Zusammenarbeit mit einem etablierten Unternehmen kann für ein Startup an dieser Stelle für den weiteren Erfolg entscheidend sein. Außerdem benötigen diese Start-ups auch technologische Beratung und Zugang zu Maschinen und Tools, die es Ihnen ermöglicht Ihr Produkt bis zur Marktreife weiter zu entwickeln.

Ziel von TechFounders ist es Startups auf die Zusammenarbeit mit etablierten Unternehmen – Konzernen und Mittelständlern – vorzubereiten und gleichzeitig „Investor Ready“ zu machen. Teilnehmer erhalten ein Entwicklungsbudget in Höhe von 25.000 Euro, eigene Büroräume, Zugang zur 1.500 m2 Prototypen-Werkstatt TechShop sowie intensives Mentoring und Coaching durch erfahrene Unternehmerpersönlichkeiten. Am Ende des 3-Monats-Programms findet der Demo Day statt, bei dem die Start-ups ihr Unternehmen vor Investoren und Industrieentscheidern präsentieren. Einzigartig an unserem Programm ist, dass Startups für diese Leistungen keinerlei Anteile am Unternehmen abgeben müssen.

Für unsere Industriepartner ist es durch TechFounders möglich frühzeitig und intensiv mit Start-ups zusammen zu arbeiten.

Venturate: Was dürfen die Teilnehmer von Euch in Bezug auf Mentoring oder Networking erwarten?
Hartung: Die TechFounders-Mentoren und -Coaches sind erfahrene Unternehmer, die den Startups beim Aufbau des Unternehmens helfen. Wir werden mit den Teams evaluieren ob das gewählte Geschäftsmodell das mit dem größten Potential ist, wie das Team idealerweise aufgestellt sein sollte, wie man die besten Mitarbeiter gewinnt, wie das Produkt in sehr kurzer Zeit weiterentwickelt wird, wie die Vermarktung und Kundengewinnung optimiert und eine Finanzierung sichergestellt werden kann.Hartung_Lenz_02_web(1)

Das Mentoring baut dabei auf zwei Säulen auf: Einerseits werden die Teilnehmer durch das TechFounders Team in wöchentlichen intensiven Sessions in allen relevanten Unternehmensbereichen – wie Vertrieb, Produktentwicklung und Finanzierung – gecoacht. Andererseits berichten Mentoren wie z.B. Joachim Schoss (Gründer der Scout Gruppe) oder Rudolf Franz (CFO Voxeljet AG) regelmäßig über ihre Erfahrungen. Wir sorgen dann dafür, dass die Ratschläge unserer Mentoren auch umgesetzt werden!

Hinzu kommen zahlreiche Veranstaltungen, bei denen die Teilnehmer in Kontakt mit anderen Startups, Investoren und Entscheidern aus der Industrie kommen werden.

Venturate: Ihr nehmt ja keinerlei Anteile – wie finanziert sich der Accelerator?
Hartung: Das Programm finanziert sich über die Industriepartner, die den Startups ein Entwicklungs-Budget in Höhe von 25.000 Euro zur Verfügung stellen und den Betrieb des Programms finanzieren. Wir sind sehr froh, dass wir bislang BMW, Bosch und Festo als Partner gewinnen konnten und hoffen, dass noch zahlreiche folgen.

Venturate: Wann startet denn der erste Batch bzw. wie kann man sich bewerben?
Hartung: Der erste Batch startet am 20. April 2015 und läuft bis Ende Juli. Start-ups können sich bis zum 27. Februar online über unsere Website www.techfounders.com bewerben.

Venturate: Noch eine private Frage: Du hast ja selbst erfolgreich mehrere Start-ups gegründet – was reizt Dich denn am Aufbau eines Accelerators
Hartung: Mich hat beim Gründen schon immer die frühe Phase des Unternehmensaufbaus gereizt. Es ist einfach spannend aus einer ersten Idee ein funktionierendes Unternehmen aufzubauen und es gibt kaum eine kreativere und befriedigendere Aufgabe. Dabei kommt es mir weniger auf die Idee als auf den Gründungsprozess selber an. Das schöne an einem Accelerator ist, dass man hier eine Vielzahl an Startups eben in dieser Phase begleitet und ich hier meine Erfahrungen am besten einbringen kann.

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