Wieviel Rendite möchten Sie erzielen?

Wieviel Rendite darf es denn sein? Diese Frage stellte der britische Vermögensverwalter Schroders 20.000 Privatanlegern in 28 Ländern. Die Antwort: Es darf gern richtig viel sein – unrealistisch viel.

Renditeerwartungen oft unrealistisch

Die Ergebnisse dieser Anlegerbefragung hat das britische Investmenthaus in seiner Schroders Global Investor Study 2016 veröffentlicht. Die Studie belegt, dass viele Anleger zum Teil deutlich überzogene Erwartungen an Einkommen und langfristige Erträge bei der Kapitalanlage haben. Im globalen Durchschnitt wünschen sie sich eine Rendite von 9,1 Prozent pro Jahr. Besonders ausgeprägt ist der Renditeanspruch in der Altersgruppe der Millenials, der zwischen 1980 und 1999 Geborenen. Sie erwarten sogar einen Jahresertrag von mindestens 10,2 Prozent.

Deutsche Investoren sind in ihren Renditeerwartungen zurückhaltender, wie Schroders in einer Pressemitteilung schreibt. Die vorsichtigen Deutschen geben sich bereits mit Erträgen von 7,0 Prozent zufrieden. Damit beweisen sie einen ausgeprägteren Realitätssinn als der globale Durchschnitt, so Schroders.

Kurzer Anlagehorizont bevorzugt

Die Untersuchung ergab zudem, dass die Mehrzahl der Anleger weltweit überschaubare Anlagehorizonte bevorzugt. Im Schnitt mögen die meisten Investoren einen Zeitraum von 3,2 Jahren für ihre Kapitalanlage. Auch hier treten wieder die 18- bis 35-jährigen Millennials als diejenigen hervor, die sich mit 2,3 Jahren besonders kurze Laufzeiten wünschen.

Das auf Fondslösungen spezialisierte Investmenthaus Schroders weist nicht zu Unrecht daraufhin, dass die bei der Befragung zutage getretenen hohen Renditeerwartungen bei solch kurzen Anlagezeiträumen am Wertpapiermarkt ziemlich unrealistisch sind.

Tatsächlich ist es interessant zu sehen, wieviel Rendite die Menschen – auch die vorsichtigen Deutschen – erwarten, dann aber kaum bereit sind, an ihrem Investitionsverhalten etwas zu ändern. Gleichzeitig zeigen sich auch immer mehr Leute mit der globalen Marktwirtschaft unzufrieden, dennoch hegen sie Renditeerwartungen jenseits von Gut und Böse – und dazu noch ein Maximum an Sicherheit bei der Kapitalanlage.

Crowdlending erfüllt wesentliche Wünsche und Erwartungen der Privatanleger

Als Gründe für die Geldanlage nannten die Befragten drei wesentliche Motive: Erstens Ergänzung ihrer Altersvorsorge, zweitens Wiederanlage von Einkünften sowie drittens Portfoliowachstum als Gehaltsergänzung.

Das Anlagemodell des Crowdlending, wie wir es auf dem Kreditmarktplatz kapilendo credit betreiben, kann dabei wesentliche Wünsche der weltweit von Schroders befragten Privatanleger bedienen. Zum einen kommen die Investitionszeiträume mit Laufzeiten zwischen einem und fünf Jahren dem Wunsch nach zeitlicher Überschaubarkeit entgegen. Daneben bieten die vierteljährlichen Rückflüsse der Zins- und Tilgungszahlungen die Möglichkeit der Ergänzung des Gehalts. Bei der regelmäßigen Wiederanlage dieser Einkünfte kann dieses Verhalten bis hin zu einer Ergänzung der Altersvorsorge dienen. Und nicht zuletzt gibt es bei uns im Schnitt ein Zinsniveau zwischen 4,0 und 6,0 Prozent zu erzielen.

Das entspricht zwar nicht der Wunschrendite von um die 10 Prozent (globale Anleger bzw. Millennials), wie sie in der Schroders Global Investor Study 2016 geäußert wurde, noch jener von 7,0 Prozent der deutschen Anleger, jedoch bewegt sich das zu erwartende Zinsniveau damit in realistischen Höhen.

Denn schließlich gilt: Mehr Rendite geht auch immer mit mehr Risiko einher – und dieses vermeiden gerade deutsche Privatanleger immer gern.

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